
In „Vom Mond aus betrachtet“ erzählt Anne Freytag von Freundschaft, Liebe und den großen Fragen des Erwachsenwerdens. Der Roman beleuchtet feinfühlig die Gedanken und Gefühle junger Menschen, die sich zwischen Erwartungen, Selbstfindung und emotionalen Umbrüchen bewegen. „Blaues Wunder“ hingegen thematisiert auf eindringliche Weise familiäre Beziehungen, Schuld und Verantwortung und zeigt, wie scheinbar perfekte Welten Risse bekommen können. Beide Werke zeichnen sich durch eine klare, eindringliche Sprache aus, die die Schülerinnen und Schüler schnell in den Bann zog.

Besonders eindrücklich blieb ihre Antwort auf die Frage einer Schülerin, wie man überhaupt auf Ideen komme: „Ideen sind überall – sie springen irgendwie unvermittelt jemanden an. Man muss offen dafür sein.“
Die Lesung machte deutlich, welch große Bedeutung Lesen und Literaturveranstaltungen an Schulen haben. Sie ermöglichen nicht nur einen direkten Zugang zu zeitgenössischer Literatur, sondern fördern auch die Lesemotivation und den Austausch über gesellschaftliche und persönliche Themen. Die Begegnung mit einer Autorin zeigte den Schülerinnen und Schülern, dass Bücher keine abstrakten Unterrichtsgegenstände sind, sondern von echten Menschen mit echten Erfahrungen geschrieben werden.
Die Lesung von Anne Freytag war somit nicht nur ein literarisches Highlight, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur kulturellen Bildung am Annette‑Kolb‑Gymnasium.