Wir haben's geschafft! Nach drei ereignisreichen, aber auch an­stren­gen­den Wochen sind wir wieder wohlbehalten daheim im schönen Chiemgau angekommen. Die Rückreise im Flieger verlief absolut reibungslos, aber dann hat es noch einmal wegen diverser Verspätungen gut drei Stunden ge­dauert, bis wir mit dem Zug am Bahnhof in Traunstein aussteigen konnten. In dieser Zeit fliegt man fast bis Island... Aber der Reihe nach:

15 16 Kanada05 WaleSuchbild - wieviele Wale sehen Sie?

Wenn man die weitgereisten Teilnehmerinnen nach den Höhepunkten der Rundreise durch Québec fragt, werden wahrscheinlich die letzten drei Tage ganz oben stehen. Das ist kein Wunder, denn da war die meiste Action geboten, und die kam den furchtlosen und gar nicht wasserscheuen AKGlerinnen gerade recht.

In Tadoussac war das Wetter zwar nicht ganz so schlecht wie vorhergesagt, aber beim wilden Ritt über die Wellen mit den PS-starken Zodiacs wurden wir trotzdem gut geduscht – vor allem, wenn der Kapitän als kleine "Draufgabe" das Boot unter einen Wasserfall steuert. Ach ja – Wale haben wir auch gesehen, wenn auch nur aus ziemlicher Distanz. Trotzdem war es ein majestätischer Anblick, bis zu 50 Tonnen schwere Finnwale durch das Wasser pflügen zu sehen.

Nach zwei Nächten im quirligen Hostel in Tadoussac (jede Nacht Live-Musik bis die Bude bebt!) ging es zum letzten Stop 600 km am Stück zurück bis zum Rivière Rouge, der eine Autostunde westlich von Montréal liegt. Hier haben wir uns bei strömendem Regen in recht einfache Holzhütten einquartiert, aber waren dennoch froh, überhaupt ein festes Dach über dem Kopf zu haben, denn normalerweise wird auf dem Gelände im Zelt gecampt.

Am nächsten Tag ging's dann auf dem wegen des vielen Regens gut eingeschenkten Rouge in den Rafts zur Sache: In den Rapids namens "The Canyon", "Confusion" oder "Turbo" blieb der eine oder andere Vollwaschgang für's AKG nicht aus, wobei einige Mädchen gleich mehrmals das Vergnügen hatten.

15 16 Kanada06 LagerfeuerStimmungsvoller Ausklang am Lagerfeuer

Trotz großer Augen und Herzklopfen haben wir beide Fahrten dank perfekter Teamarbeit letztendlich bravourös gemeistert und dafür eine dickes Lob von unseren Guides geerntet.

Nach einer letzten stimmungsvollen (kurzen) Nacht am Lagerfeuer, in der wir die letzten drei Wochen noch einmal Revue passieren ließen, und dem unvermeidlichen Kampf durch das Verkehrsgewühl Montréals am nächsten Morgen stand am Collège noch die durchaus emotionale Verabschiedung von den kanadischen Austauschpartnern an, bevor wir uns auf den Weg zum Flughafen machten.

Die Bilanz von uns Lehrern: Schön war's, aufregend war's – und mit so einer lustigen und unkomplizierten Truppe ein tolles Erlebnis, an das wir mit Sicherheit noch lange zurückdenken werden!

Bernhard Kosak und Freddy Kirchner