Latein am AKG

Am Annette-Kolb-Gymnasium wird Latein als zweite Fremdsprache ab der 6. Jahrgangsstufe angeboten.

Auf den Grundlagen des Lateinunterrichts aufbauend, können später Romanische Sprachen erlernt werden; so etwa ab der 8. Jahrgangsstufe zusätzlich Französisch (im so genannten Sprachlichen Gymnasium als dritte Fremdsprache).

Latein hat hier im Sprachlichen Gymnasium seinen festen Platz, da es als Zulassungsvoraussetzung für ein Sprachenstudium (ebenso bei den Fächern Deutsch und Geschichte für Lehramt) an den Universitäten verlangt wird. Der Lateinunterricht bereitet also auch ein späteres Sprachenstudium vor und ermöglicht dieses.

 

Das Fach im Lehrplan

Der LehrplanPLUS stellt das Fach Latein folgendermaßen dar:

„Das Fach Latein leitet ausgehend von lateinischen Texten zu intensiver Beschäftigung mit der lateinischen Sprache und der Kultur der Antike an. Dabei erkennen die Schülerinnen und Schüler in der griechisch-römischen Antike ein tragendes Fundament der europäischen Tradition bis heute. (…) Als wichtiger Beitrag zur vertieften Allgemeinbildung am Gymnasium wird Orientierungswissen aufgebaut, welches dazu befähigt, das vielfältige und prägende Weiterwirken der antiken Kultur wahrzunehmen, wesentliche Elemente europäischer Identität zu benennen und auf einer verlässlichen Wissens- und Vergleichsbasis vorurteilsfrei mit anderen Kulturkreisen umzugehen.

Die lateinische Literatur bietet Texte, die über weit mehr als ein Jahrtausend hinweg zu wirkungsmächtigen Vorbildern der europäischen Literatur geworden sind. Im Unterricht werden die hohe inhaltliche und stilistische Qualität dieser lateinischen Werke sowie das komplexe Zusammenspiel von Form und Inhalt erschlossen. (…)

Das Fach Latein ermöglicht am Modell und an der Systematik der lateinischen Grammatik grundlegende Einsichten in das Funktionieren von Sprache überhaupt. Der Umgang mit der deutschen Sprache, u. a. beim Übersetzen, hält die Schülerinnen und Schüler immer wieder dazu an, beide Sprachen miteinander zu vergleichen und dabei Gemeinsamkeiten und Unterschiede festzustellen. Die Kenntnis des Lateinischen als Ursprung der romanischen Sprachen erleichtert nicht nur das effektive Erlernen vieler moderner Fremdsprachen, sondern auch das Erschließen und die souveräne Verwendung zahlreicher Fremdwörter, u. a. aus wissenschaftlichen Fachsprachen und aus der Begriffswelt der modernen Medien.“

Der Lateinunterricht wird in drei Phasen gegliedert:

  1. Die Spracherwerbsphase in den Jahrgangsstufe 6 bis 8 versteht sich als Grundlegung: Grundwortschatz, Grammatik und Übersetzungsstrategien sind die Hauptbestandteile der Spracharbeit. Die Beschäftigung mit der Welt der Antike ist von dieser Spracharbeit nicht zu trennen; Grundkenntnisse zur Lebensweise der Menschen in der Antike, zu Geschichte und Kultur sowie zu griechischer Mythologie sind fester Bestandteil von Unterricht und Leistungserhebungen.
  2. Die Jahrgangsstufe 9 leitet die Lektürephase ein und soll dazu hinführen, lateinische Originaltexte aus der Antike (und evtl. aus dem Mittelalter) zu erschließen, zu interpretieren und deren Hintergründe zu erkunden.
  3. In den Jahrgangsstufen 10 bis 13 steht die vertiefende Auseinandersetzung mit Originaltexten der lateinischen Literatur im Mittelpunkt. Als Fach der Oberstufe kann Latein für die Prüfungen im schriftlichen und mündlichen Abitur gewählt werden.
 

Bücher und Lernhilfen

Bücher

Als Lehrwerk für den Sprachunterricht verwenden wir ab der 6. Jahrgangsstufe ADEAMUS. Dazu gibt es ein Arbeitsheft; weitere Arbeitsmaterialien können über den Verlag oder Buchhandel erfragt werden.

In der Lektürephase werden ggf. einzelne projektbezogene Texte ausgegeben.

Lernhilfen

Bei vielen Schülerinnen und Schülern hat sich natürlich auch ein digitales Lernen bewährt. Verschiedene Vokabeltrainer können oft auch online genutzt werden.

Bei Lernschwierigkeiten sollte natürlich eine individuelle Beratung im persönlichen Gespräch an erster Stelle stehen.

 

Grundkompetenzen

Die Grundkompetenzen im Fach Latein gliedern sich in drei Bereiche:

  1. Sicherheit im Wortschatz:

    Alle im Lehrbuch der Spracherwerbsphase zu lernenden Wörter ergeben insgesamt einen Grundwortschatz, der den Vorgaben des LehrplanPLUS entspricht. Alle Lateinschüler(innen) sollten in drei Lernjahren diesen Wortschatz einigermaßen sicher beherrschen; er ist die Grundlage für den weiteren Lektüre-Unterricht, in dem natürlich auch ständig Vokabeln wiederholt und gefestigt werden. Zusammenfassungen des Grundwortschatzes finden sich in den Anhängen der jeweiligen Lehrbücher.

  2. Sicherheit in Grammatik und Formenlehre:

    Grammatik und Formenlehre sind die Grundlagen für die Übersetzungsarbeit. Daher gehören das Erkennen von Formen und die Anwendung von grammatischen Regeln, sofern sie einmal besprochen worden sind, zu den Grundkompetenzen. Hierzu kann man sich an den Grammatikartikeln des Lehrbuchs und den jeweiligen Anhängen (Formentabellarium) orientieren.

  3. Fähigkeit zur Auseinandersetzung mit der Welt der Antike und ihrer Kultur

    Jeder Lateinschüler und jede Lateinschülerin soll im Laufe der Lernjahre seine/ihre Kenntnisse über die Welt der Antike erweitern. Die pdf-Datei

    Grundwissen_Latein.pdf

    bietet eine Zusammenstellung von Grundwissen, die eine vom Ministerium beauftragte Gruppe vor einigen Jahren erarbeitet hat.

    Das eigentliche Ziel ist die Befähigung zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der antiken Kultur und zu der Erkenntnis von deren Weiterleben in unserer heutigen Welt.

    Im Unterricht orientieren wir uns auch hierzu am Lehrbuch, wo in jedem Kapitel Informationen zur Welt der Antike besprochen werden. Diese sind auch immer Stoff in den jeweiligen Schulaufgaben.

 

Informationen zum Latinum

Grundsätzlich gilt, dass nach 5 Jahren Lateinunterricht – mit einer Note mindestens „ausreichend“ im Jahreszeugnis – das Latinum erworben wurde. Dies wird auch im Zeugnis vermerkt.

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