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Unser Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern im Fach Geographie einen Einblick von der Erdoberfläche in ihrer räumlichen Komplexität, ihrer physischen Beschaffenheit und als Ort menschlichen Handelns und Wirkens zu verschaffen. Dazu gehört auch die Herausbildung einer Ehrfurcht vor dieser Welt, die sich in dem Bemühen um ihre Erhaltung bei gleichzeitiger menschlicher Nutzung niederschlägt.
Dies geschieht durch zahlreiche Aktivitäten, wie zum Beispiel
- im W-Seminar Klimawandel:
Desertec, blower-door-Test und Wärmebildkamera:
Experten zu Gast im W-Seminar Geographie "Klimawandel"Dass Klimawandel nicht nur medienwirksame Auswirkungen wie einsame Eisbären auf treibenden Eisschollen oder von Muren zerstörte Dörfer in den Alpen hervorbringt, sondern auch ganz konkret für uns in Traunstein Konsequenzen hat – dem wollten wir mit Hilfe von Experten, die wir in unser Seminar einluden, nachgehen.
Die Energiebeauftragte des Landkreises, Frau Dr. Birgit Seeholzer, erläuterte uns, dass im Landkreis Traunstein bis zum Jahr 2020 hundert Prozent des Strombedarfs für Haushalte und Gewerbebetriebe aus regenerativen Energien stammen sollen. Rahmen unseres W-Seminar erläuterte sie uns, wie der Landkreis dies erreichen will. Durch den weiteren Ausbau von Photovoltaik, Wind-, Biomasse-, Geothermie- und Wasserkraftwerken sollen die bis jetzt 600 Gigawattstunden benötigten Stroms pro Jahr, von denen 2009 bereits circa 55% aus erneuerbaren Energien kommen, erzeugt werden. Eine Voraussetzung für dieses Vorhaben ist die Energieeinsparung durch besser isolierte Häuser.
Über eben diesen Gesichtspunkt informierte in einem weiteren Vortrag Bezirkskaminkehrermeister und Energieberater Michael Marx, nämlich über sinnvolle Energienutzung und Energieverluste in Gebäuden. Sehr anschaulich erklärte Herr Marx, wo Wärmebrücken in Gebäuden auftauchen können und wie man beispielsweise über geschickte Dämmung oder sinnvolles Lüften energiesparend mit der Heizung umgehen kann.

Besonders interessant für die Schüler waren Aufnahmen mit einer 6000 € teuren Wärmebildkamera zur Gebäudethermographie. Die Schüler konnten selbst aufnehmen, wie sich mit kaltem Wasser gewaschene Hände von "normal" warmen durch die Farbgebung der Kamera unterschieden. In der Baurealität sieht man Farb-, also Wärmeunterschiede z. B. bei durchgehenden Betondecken als Wärmebrücken. Konkret machte der Vortrag den Seminarteilnehmern klar, dass man sich mit dem manchmal so abstrakte anmutenden Klimawandel (steigende globale Temperaturen, Meeresspiegelschwankungen, Verschiebung der Anbaugrenzen) ganz nah vor der eigenen Haustür – oder besser im Gebäude drinnen – beschäftigen kann.
Wie genau dies in unserer Schule geschieht, führte Herr Dr. Jähne in einem weiteren Vortrag aus. Es erklärte uns unter diesen Gesichtspunkten das energetische Innenleben des Annette-Kolb-Gymnasium. Anschließend nahm er uns in seinem Vortrag in die Sahara mit, von wo aus in Zukunft "Wüstenstrom" des Photovoltaikprojekts Desertec nach Europa fließen soll.
- Projekte, z.B.:
- Untersuchungen zum Klimawandel
- Inwertsetzung der Chiemseeregion
- Ausstellung der Klassen 8a und 8e zum Thema Rosen

Die Klassen 8a und 8e haben in Geographie zum Thema
Die Rose - eine globalisierte Blume
eine Ausstellung "auf Rosen" erstellt.
- Vorträge
- Herr Schindler (GTZ): Ökosystem Tropischer Regenwald – Nutzung und Schutz
- Exkursionen, z.B:
Die Klasse 5e besuchte in Geographie die Ausstellung "Wasser" des Forums Ökologie Traunstein. Es wurde anschaulich vermittelt, wie viel virtuelles Wasser in Nahrungsmitteln oder Alltagsgegenständen, z. B. einer Jeans, steckt.
