Aktivitäten » Schüleraustausch » Schulbesuch im Ausland
Schüler können auf Antrag beurlaubt werden für einen Schulbesuch im Ausland. Inzwischen gehen Schüler bevorzugt während der 10. Jahrgangsstufe ins Ausland, um die Wiederholung einer Klasse zu vermeiden.
Nach dem Auslandsjahr ist grundsätzlich ohne Prüfung das Vorrücken auf Probe in die nächsthöhere Jahrgangsstufe möglich (ausgenommen in die 12 Klasse). Falls man aber das im Ausland verbrachte Schuljahr wiederholen möchte (bei Abwesenheit in der 11. oder 12. Klasse des Gymnasiums ist eine Wiederholung erforderlich), gilt das nicht als "sitzengeblieben". Schulrechtliche Informationen gibt es in der Schulordnung für Gymnasien GSO § 66 und in dem
das zum Download bereitsteht.
Vor dem Auslandsjahr sollte man sich möglichst mit den Lehrkräften in Verbindung setzen und dabei auch klären, wie es im Einzelnen nach dem Auslandsjahr weitergeht. Dies gilt besonders dann, wenn man während der 10. oder 11. Klasse ins Ausland gehen will. Hier sollte man sich dringend mit den Oberstufenkoordinatoren, Herrn Dietersberger und/oder Herrn Heid in Verbindung setzen, um zu klären, welcher Unterricht nach der Rückkehr belegt wird.
Wichtig ist, dass der Anschluss in Fächern wie zum Beispiel Mathematik, in denen keine Lücken entstehen sollten, nicht verloren geht. Ein Schulbuch mitnehmen und versuchen, mitzulernen, ist hier hilfreich. Die Lehrkräfte geben gerne Ratschläge. Ein kleiner Trost: Eine wissenschaftliche Studie hat ergeben, dass Schüler nach einem Auslandsjahr im folgenden Schuljahr sogar in Fächern, in denen sie im Ausland keinen Unterricht hatten, besser waren als vorher. (Vielleicht weil sie zurück zu Hause den starken Willen haben, alles möglichst schnell und konzentriert nachzulernen?)
Wohin?
Gerade von älteren, ehemaligen Austauschschülern hört man immer wieder, dass sie, wenn sie noch einmal vor der Entscheidung stünden, in ein Land gehen würden, dessen Sprache sie gar nicht sprechen. So könnten sie innerhalb eines Jahres eine neue Sprache gut erlernen. Ein Aufenthalt in einem englisch-sprachigen Land bringt vergleichsweise nur bessere Englischkenntnisse, aber keinen echten Vorteil für die Zukunft des jungen Menschen, da ein bayerischer Abiturient im Normalfall so gute Englischkenntnisse haben muss, dass er sich in dieser Sprache immer ausreichend zurecht findet.
Preisgünstige Angebote gibt es beim bayerischen Jugendring, bei diversen Stipendienprogrammen, z.B. dem PPP-Stipendien-Programm oder mit einem Teilstipendium des Bayerischen Kulturfonds. Auch die Rotary-Clubs vermitteln den Aufenthalt von guten Schülern ins Ausland und bieten Unterstützung in vielerlei Hinsicht. Siehe genauere Informationen und Hinweise dazu auf unserer Homepage unter
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Auf jeden Fall aber muss man sich spätestens ein Jahr vor dem geplanten Start kundig machen und sich bereits um ein Stipendium bewerben oder sich bei einer guten und erfahrenen Organisation melden.